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Wir treten zur Kommunalwahl an!

Bei unserer Wahlversammlung zur Listenaufstellung können wir 19 Kandidierende aufbieten.

Im Bürgerhaus Mörfelden haben sich die Mitglieder des Ortsverbands der Linken zu einer Wahlversammlung getroffen, um erstmals eine Liste für die Kommunalwahl im nächsten Frühjahr aufzustellen. „Was vor wenigen Wochen noch gar kein Thema war, wurde erstaunlich schnell zur Realität. In kurzer Zeit erklärten sich 19 Menschen bereit zu kandidieren, die meisten zum ersten Mal und ohne politische Erfahrung. Wir alle sind überzeugt, dass es in dieser Stadt noch eine Leerstelle für ein echtes linkes Wahlangebot gibt“, so Blair Hirsch vom Vorstand des Ortsverbands.

Die Liste der Linken spiegelt die Doppelstadt in ihrer Vielfalt wider: Zehn Kandidierende kommen aus Mörfelden, neun aus Walldorf. Mit acht Frauen, zehn Männern und einer genderqueeren (Alternative: „nicht-binären“) Person gelingt eine Besetzung, die nicht nur formal für Parität steht, sondern unterschiedliche Lebensrealitäten abbildet.

Angeführt wird die Liste von einer Doppelspitze: Philipp Stiebler und Flavia Arndt stehen auf Platz eins und zwei. Dahinter folgen Lars Gentile-Noack, Hagen Helbig und Blair Hirsch auf den Plätzen drei bis fünf. Der einzige Bundestagsabgeordnete des Kreises Groß-Gerau, Jörg Cezanne, steht auf Platz acht. Volker Arndt, der Platz 13 belegt, bringt zusätzliche Erfahrung aus dem Stadtparlament und dem Kreistag mit.

Inhaltlich stellt Die Linke ihre Kandidatur unter das Motto „Sichtbar. Solidarisch. Engagiert.“ Im Zentrum des Wahlprogramms stehen die Wohnsituation und die Situation der Familien und Kinder. Weitere Schwerpunkte sind eine sozial gerechte Mobilität, der Einsatz für eine diskriminierungsfreie Stadt und Ideen für mehr Freizeit- und Kulturangebote. „Bei unserem Wahlprogramm war uns wichtig, dass wir keine vorgestanzten Forderungen stellen, sondern vor allem unsere Erfahrungen von den Infoständen einfließen lassen. Unsere politischen Inhalte orientieren sich an den realen Bedürfnissen der Menschen“, sagt Flavia Arndt.

Und Philipp Stiebler ergänzt: „Wir wollen nicht unser eigenes Süppchen kochen, sondern sind offen für Bündnisse, um einen starken politischen Block links der Mitte zu unterstützen. Denn in Zukunft müssen wir auch in Mörfelden-Walldorf rechtsgerichteter oder unsozialer Politik entgegentreten, wie das aktuelle Beispiel eines Antrags zum Haushalt von CDU und FDP zeigt“.

Dass Die Linke aus dem Stand mit einer so jungen, diversen und motivierten Liste antritt, wird von den Mitgliedern als überragender Erfolg gewertet. Die Partei bleibt aber realistisch und so sei ein Wahlergebnis von sieben bis acht Prozent durchaus als Erfolg zu werten.