► Du willst linke Politik vor Ort mitgestalten? Unsere nächsten Termine!
Keine Wildtiere im Zirkus!
Wir fordern Nachbesserungen zur Wildtier-Regelung in Zirkussen in unserer Stadt.
Wir haben beantragt, die bestehende Regelung zu Wildtieren in Zirkussen wirksamer zu formulieren. Diese ist in der Zweckbestimmung für die beiden Festplätze in Mörfelden und in Walldorf enthalten und spricht bisher von “Zirkusveranstaltungen”, in denen Wildtiere "eingesetzt" werden. Unser Ziel ist es, den Text in der Zweckbestimmung klarer zu formulieren und bestehende Auslegungsspielräume zu schließen.
Ein aktueller Fall aus Hessen brachte uns zu der Frage, ob Wildtiere, die nicht in der Manege auftreten, auch von der Regelung erfasst sind. Wenn es nach uns geht, sollen Zirkusse in der Doppelstadt keine Wildtiere auch nur mitführen, halten oder zur Schau stellen dürfen, und zwar unabhängig davon, ob die Tiere in einer Vorstellung auftreten oder nicht. Vor allem finden wir, dass künstlerische Leistungen, Akrobatik oder Unterhaltung keine Wildtiere brauchen, die unter den Bedingungen eines reisenden Zirkusbetriebs kaum angemessen gehalten werden können.
Zusätzliche Unsicherheit in der bestehenden Zweckbestimmung schafft die beispielhafte Nennung von „Kamelen und Elefanten“ als Wildtiere. Allein der Versuch einer solchen Aufzählung von Tierarten ist nicht praktikabel und lässt zwangsläufig offen, welche Tiere nun als Wildtiere zählen und welche nicht. Mit dem Antrag machen wir daher eine sachgerechte Unterscheidung zwischen domestizierten Tieren und Wildtieren.
Es geht dabei nicht darum, plötzlich etwas völlig Neues in Zirkussen zu verbieten. Wir präzisieren vielmehr die bestehende Regelung so, dass sie ihren Zweck auch bestmöglich erfüllt. Alle Beteiligten sollen im Vorfeld verlässlich erkennen, welche Voraussetzungen für die Nutzung unserer Festplätze gelten.
Mit diesem Antrag knüpfen wir an unser Kommunalwahlprogramm an, das sich für Zirkusse ohne jegliche Tiernutzung in unserer Stadt ausspricht. Der Antrag wird am 22. Oktober in der Stadtverordnetenversammlung beraten.

